Kinder und Mediennutzung – wenn sich Eltern Sorgen machen

Fernsehen, Internet, Tablets und Handys – Medien spielen eine immer größere Rolle im Alltag. Das zeigt sich schon im Kindergartenalter: Wenn zum täglichen Fernsehen noch zahlreiche Youtube-Videos oder Handy-Spiele kommen, ist das oft schon zu viel. Über längere Zeit kann dieser hohe Medienkonsum der Entwicklung eines Kindes schaden.

Je älter die Kinder werden, desto stärker wird die Mediennutzung. Kinder und Jugendliche benutzen mittlerweile ihre Handys jederzeit und überall. Dabei sind gerade junge Leute sehr beeinflussbar und den Medien oft schutzlos ausgesetzt. Wenn sich alles nur noch um Smartphones, Tablets und Computerspiele dreht, wissen Eltern oft nicht, wie sie sich verhalten sollen. Ihnen fällt es schwer, zwischen normaler Nutzung und beginnender Sucht zu unterscheiden. Lassen dann noch die Schulleistungen nach, werden die Sorgen immer größer.

Mediennutzung von Kindern – wieviel ist zu viel?

Entscheidend ist nicht unbedingt die Zeit, die ein Kind mit Medien verbringt. Solange junge Leute genügend Abwechslung haben, ein Hobby pflegen, Sport treiben oder Musik machen, können Medien eine sinnvolle Ergänzung bieten. Bedenklich ist es, wenn sich das gesamte Interesse eines Jugendlichen ausschließlich auf Medien konzentriert und es zu spürbaren Beeinträchtigungen kommt. Junge Menschen, die ihre Sozialkontakte auffallend reduzieren, Verpflichtungen in Schule oder Ausbildung nicht mehr nachkommen oder Anzeichen von Isolation, Traurigkeit oder Leere entwickeln, brauchen dringend Hilfe.

Brücken bauen - Beziehungen stärken

Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht darin, herauszufinden, ob und wie sich die Beziehung zwischen Eltern und Kindern verändert hat. Wir helfen den Eltern, die Kommunikation innerhalb der Familie zu verbessern und die Beziehung zu den Kindern zu stärken. Ein Ziel ist die Förderung von Gemeinsamkeiten: Wenn gemeinsame Gespräche oder Unternehmungen (wieder) möglich sind, besteht auch die Chance, dass die jungen Leute ihr Medienverhalten hinterfragen.

In Einzelgesprächen reagieren einige Jugendliche positiv auf den Vorschlag, mal für kurze Zeit auf ihr Handy zu verzichten. Manchmal kommt der Impuls sogar von ihnen selbst, weil sie sehen wollen, was da eigentlich passiert.

Die Eltern als Vorbild – auch Sie können helfen

Viele Eltern beklagen den hohen Medienkonsum ihrer Kinder, vergessen dabei aber oft ihr eigenes Verhalten: Je mehr sie sich mit Laptop, Tablet oder Handy beschäftigen, desto reizvoller werden diese Medien auch für ihre Kinder. In unserer Beratung sprechen wir dieses Thema an. Wenn die Eltern ihre Vorbildrolle erkennen und ihr Verhalten ändern, haben sie selbst wieder mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Und das wirkt sich auch auf die Kinder und deren Medienverhalten aus.

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